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Fronte Beckers

Festungen > Germersheim

Nach Art. 180 des Vertrages von Versailles musste die Festung nach dem 1. Weltkrieg geschleift werden.
Auf besonderen Wunsch der Stadt willigte die interalliierte Kontrollkommission (sie überwachte die Schleifung) in die Belassung eines vollständigen Teils der Fronte Becker ein, und zwar des Teils, der das "typische Grabenwehrsystem" enthält.

Von der Rückseite des Hauptwalles sehen wir drei turmartige Gebäude, welche quer in den Wall eingesetzt sind. Es sind Walltraversen, die im unteren Teil 40 m lange Poternen (Durchgänge unter dem Wall in den Hauptgraben und in die dortigen Verteidigungsanlagen) bergen.
Die oberen, die Wallkrone überragenden Teile enthalten Geschützstände zum Beschießen des Vorfeldes und zum flankierenden Bestreichen des Walles.

Blickt man von der Krone des Hauptwalles in den 32 m breiten Hauptgraben, sehen wir die in ihn hineingebaute Grabenwehr.  Sie ist ein kasemattierter Verteidigungsbau in Hufeisenform mit einem Mittelhof und hatte den Zweck, nach rechts und links mit je 6 Geschützen, die in bombensicheren Kasematten eingebaut waren, den Hauptgraben der Länge nach zu bestreichen.

Das Gesamtsystem ist ein mehrfach geschachteltes Verteidigungssystem: Der Hauptwall schützt die Stadt, die Grabenwehr den Hauptwall, der Wall der Flesche die Grabenwehr, der Graben der Flesche den Wall der Flesche und die Minengänge das Vorfeld.

Benannt ist die Fronte Beckers nach dem bayerischen General Karl August Reichsgraf von Beckers zu Westerstetten (1770 Mußbach - 1832 München).  

 
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