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Festung Germersheim

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Am 30. Juni 1834 unter dem bayerischen Major Friedrich Schmauß mit der Aushebung des Hauptgrabens begonnen, wurde am 10. Oktober 1834 der Grundstein gelegt. Die Hauptbefestigungen waren im Jahre 1855 beendet, das Minensystem jedoch erst im Jahre 1861 endgültig fertiggestellt. Die Anlage entstand im Polygonal- oder Kaponnierensystem, in sog. "Neupreußischer Festungsmanier".  

Die Festungsanlagen bestanden aus
1. der Stadtbefestigung (Stadtumwallung auch "Hauptumfassung" genannt), in sechs Fronten (genannt Carl, Reuß, Diez, Lamotte, Schmauß und Beckers) eingeteilt, wozu noch die Vorfronte Hertling sowie einige Caponnieren hinzukamen
2. den 10 Forts (die 3 stärkeren "Vorfeste" genannt, die 7 kleineren "Vorwerke")

Doch mit der Einführung von Geschützen mit gezogenen Rohren (bereits in der letzten Bauperiode), anfangs noch Vorderlader, in den 60er Jahren Hinterlader, welche sich durch größere Reichweite, Treffsicherheit und Durchschlagskraft auszeichneten, war das Ziegelmauerwerk der Festungsanlagen zu schwach, um einem Beschuss aus diesen Geschützen standzuhalten. Die Festung war also, kaum fertiggestellt, in ihrer Entwicklung bereits überholt.
Außer kleinen Verbesserungen wurden keine grundsätzlichen Veränderungen mehr vorgenommen. Ein zweiter Fortgürtel war geplant, gelangte aber nicht mehr zur Ausführung.

Eine erste Schleifung der Festung erfolgte gemäß dem Artikel 180 des Vertrags von Versailles nach dem 1. Weltkrieg.      

 
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